Einer besonderen Betrachtung gegenüber den Sicherheitsbestimmungen des Straßenbaus benötigt die Erstellung eines Gleiskörpers im deutschen Schienenbau.
Der Aufbau einer solchen Schichtstruktur des Gleiskörpers einer allgemeinen Schienentrasse in Deutschland behandelt der folgende Artikel.
Die oberste Schicht , das sogenannte Gleis, ist etwas über 42 cm hoch und beinhaltet die Schiene, die Schienenbefestigung und die Schienenunterstützung. Dies wird gemeinhin als SO-Schicht betrachtet und dementsprechend in Planungen bezeichnet.
Das Gleis gehört zum Oberbau. Dieser beinhaltet neben dem eben erwähnten Gleis, der Schiene, der Schienenbefestigung und Unterstützung auch die Bettung. Bettung gehört zum Planum und dieses liegt unter Schotterplanum und unter dem Schotter-OK.
Man muss dazu sagen, dass die Planum-Schutzschicht nahezu Wasserfest ist. Sie besitzt etwa ähnliche Eigenschaften wie Asphalt.
Unter dem Planum schließt sich das Erdplanum an. Dies gehört zum Unterbau und dient dazu, dass das Regenwasser an diesem herunterläuft. So dient die nähere Wiese oder ein Bachlauf als Wasseraufnahme.
Im Erdplanum werden auch Schutzschichten untergebracht, da nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass Wasser in den Bahndamm eintritt. Um nun zu verhindern, dass dieses in den Erdkern des Damms läuft, helfen die Schutzschichten des Erdplenums im Unterbau.
Auf eine 2 m Böschung muss mindestens 3 m Böschungsbreite stattfinden.Dies gehört zu den steilsten Parametern. Meist werden sanftere Abfallwinkel gewählt.
Unter Einschnittschulter versteht man bei einem Bahndamm den Übergang zwischen Einschnittböschung und Hanggraben.
Letztere ist dazu nötig, oberes Wasser, wie durch Regen, etc. hervorgerufen vor Abfluss auf den Gleiskörper zu bewahren. Jedoch reicht oft dieser Graben nicht aus und es muss daher sichergestellt werden, dass die Schutzschichten des Bahnkörpers auch dieses zusätzliche Wasser ableiten können.
Unter dem Untergrundplanum liegt natürlich der Untergrund. Das gesamte Gebilde heißt Bahnkörper, bestehend aus Ober und Unterbau.
Die Gleisachsen
Auf einer normalen Strecke der deutschen Bahn liegen die Gleisachsen bei bis zu 200 km/h etwa 4 m auseinander.
Die Schwelle der Eisenbahn liegt im Standart bei 2,60 m. Dies bedeutet, dass die Schwelle jeweils links und rechts etwa 60 cm übersteht. Dies ermöglicht eine gute Streckenlastaufteilung auf das Planum.
Das Schotterbett auf dem Planum läuft noch 40cm neben dem Schwellenkopf zur Schotterkante aus. Dies ist ein Widerstand gegen die Querverschiebung der Schwellen. Dies muss gewährleistet werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Zudem muss die Schotterdicke, auf dem die Schwelle liegt, mindestens 30 cm betragen. Dies nennt man Unterschotter.
Die Schotterböschung geht nicht direkt in die Dammböschung über. Dies ist ein Schutz gegen das abrollen von Schotter. Wenn dieser Absatz nicht vorhanden wäre, würde ein ausreichender Sicherheitsabstand für Bahnarbeiter nicht gewährleistet werden.
Der Gefahrenbereich im Gleisraum liegt zudem bei 2,50m links und rechts neben der Gleisachse.
Damit ergibt sich bei einem Doppelgleis auf der Geraden eine Ausdehnung bei etwa 10 bis 12 Meter.
Im Bogen einer zweigleisigen Strecke
Die Überhöhung der Schwellen werden zum Bogeninneren geneigt.Diese Erhöhung wird durch ein anderes Schotterprofil als der geraden, gewährleistet. Zudem gibt es immer in der Kurve eine überhöhte Schiene. Dies ergibt im Querschnitt betrachtet ein sogenanntes Säge-Zahn-Profil.
Die Schotterreinigung
Im regelmäßigen Abstand wird der Schotter des Gleisbettes gesäubert, da sich dieser, ähnlich wie ein Filter mit Dreck und Schmutz fest setzt. Dabei wird eine Räumkette um das Gleis gewickelt und der Schotter aufgerüttelt.
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