Wie wird ein Schottergleis der deutschen Bahn erbaut

Den Grund des Gleises bildet der sogenannte Erdkörper mit Planum und sonstigen Schutzschichten. Der aufbau dieses, im Querschnit trapezförmigen Gebildes wurde bereits im Artikel Schichtenaufbau von Gleiskörpern von Daily Nexus erwähnt.

Auf diesem Erdkörper wird ein Schotterplanum aufgetragen. Dabei wird unterschieden, ob es sich um einen Gleisbogen oder ein gerades Gleisstück handelt. Im ersteren Falle wird das Schotterbett leicht schräg aufgebracht. Andererseits erfolgt das Auftragen plan.

Auf den Unterschotter wird dann das Gleis gelegt. Dieses kann so natürlich noch nicht befahren werden, da das Gleisbett noch keinerlei Kräfte aufnehmen kann und es so zu Verwerfungen kommen kann. Die Gleissegmente werden entweder mit einem Zweiwegebagger oder einem Gleisbaukran verlegt. Letzterer wird vor allem bei langen Gleisabschnitten gewählt, wenn ein einseitiger Zugbetrieb bei doppelgleisigen Strecken gewährleistet werden muss.

Nachdem das Gleis aufgelegt wurde, wird dieses eingeschottert. Das heißt, eine Rüttelmaschine fährt mit konstanten Tempo über das neue Gleis und greift immer 3 Schwellen und rüttelt diese in das Schotterbett ein. Dabei versinken die GLeise mit samt den Schwellen im Schotter und es schauen nur noch die Schienenköpfe heraus.

Letzten Endes wird das Gleis noch gehoben, gestopft und gerichtet, um einen optimalen Abrollweg für die Gleisfahrzeuge gewährleisten zu können.

Alte Trassen werden meist mit einem Gleisumbauzug  modernisiert.  Dabei fährt eine kleine “Fabrik” in Fließbandmanier über das alte Gleis. Trennt dieses auf – zieht nahtlos die an der Flanke gelegene, neuen Schwellen ein und verrüttelt und stopft das neue Gleis und die neuen Schwellen fachgerecht im Schotter.

Die alten Schwellen werden mit Gabeln herausgelöst.Überflüssiger Schotter mit einer Art Pflug beseitigt und nahtlos werden darauf hin die neuen Schwellen auf den planierten Schotter gelegt. Dann wird die neue Schiene auf die Schwellen eingespreizt. Dieser Vorgang lohnt sich vor allem bei großen Bauaufkommen. Dabei benötigt dieser Gleisumbauzug eine Woche für 10 km Gleiserneuerung.

(c) Artikelbild: Bolliger_Hanspeter – pixelio.de

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